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Schachtanlage Wulfen
1958 begannen in der Gemeinde Wulfen die Abteufarbeiten für die Schachtanlage der neuen Zeche Wulfen. 1960 traf der Schacht 1 bei 788 m auf das Steinkohlengebirge. 1961 Schacht 2 bei 785 m. Die endgültige Teufe erreichte Schacht 1 1962 bei 1076 m und Schacht 2 ein Jahr später bei 1061 m.
Am 21. April 1964 begann man mit der Kohleförderung und erreichte 1974 mit 353 Mitarbeitern die höchste Jahresförderung von 413.000 t. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold/Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.
2002 wurden die Fördergerüste abgebrochen und mit der Verfüllung der Schächte sowie dem Rückbau der obertägigen Analagen begonnen.
“Neue Stadt Wulfen”
Für die Beschäftigten auf der Zeche, für die Menschen im Umfeld des Unternehmens und im Hinblick auf eine weitere Nordwanderung des Bergbaus, beabsichtigte man, eine neue Stadt zu gründen.
Für diese “Neue Stadt Wulfen” genannte Siedlung wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben, den 1961 der renommierte Berliner Professor Fritz Eggeling gewann. Konzipiert war die Stadt für 60.000 Einwohner. Nicht eine weitere Zechensiedlung sollte gebaut werden, sondern eine Mustersiedlung modernen Städtebaus. Letztlich blieb die “Nordwanderung des Bergbaus” jedoch, wegen der Wettbewerbsnachteile der heimisch geförderten Kohle im Vergleich zu Importkohle, aus. Wohnungen in den größeren mehrgeschossigen Wohnungsgebäude waren bereits in den 1990er Jahren nicht mehr so gefragt und sind heute z.T. bereits wieder abgerissen.
In den 1950er Jahren vergrößerte sich Dorsten und entwickelte sich zu einer großen Flächengemeinde, die im Verbund ihrer elf Stadtteile seit der kommunalen Neugliederung 1975 das heutige Dorsten bildet. Zu diesen Stadtteilen gehört seitdem auch die “Neue Stadt Wulfen” als Stadtteil Wulfen-Barkenberg.
Auffällig in Barkenberg ist der große Grünflächenanteil. Eine Besonderheit stellt das von den Haupterschließungsstraßen weitgehend getrennte Rad- und Fußwegenetz dar. Unterführungen und Brücken ermöglichen das gefahrlose Kreuzen der Verkehrswege. Die elektrische Beheizung der Häuser sollte der Luftreinhaltung und dem Kohleabsatz dienen. Das Motto hieß damals: "Strom ist Kohle per Draht!". Unter Klimaschutzaspekten, aber auch unter ökonomischen Gesichtspunkten werden heute Nachstrom-Speicherheizungen kritisch gesehen.
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