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Geschichte des Bergbaus in Dorsten

Mit den 1905 einsetzenden Bergbauaktivitäten in Dorsten verband sich ein stetig anwachsender, wirtschaftlicher Aufschwung in Dorsten. Nachdem Abteufen der ersten Schächte auf der Zeche Baldur, wurde 1911 zum erstenmal Kohle gefördert. Noch bis zur Schließung der Zeche Fürst Leopold war die industrielle Entwicklung in Dorsten maßgeblich durch den Bergbau geprägt. Insgesamt 90 Jahre lang baute man in Dorsten das “Schwarze Gold” ab. Die letzten Kohlen wurden am 17. August 2001 zutage befördert.

 

Luftbild_Baldur_1930Baldur

Die ersten Spatenstiche für die Schächte 1 und 2 auf der Zeche Baldur erfolgten 1899. Allerdings musste wegen starken Fließsandes das Abteufen der Schächte bei Tiefen von 11 m und 22 m abgebrochen werden. Ein zweiter Anlauf 1906, die Schächte niederzubringen, war erfolgreicher. Die Fließsandprobleme konnten mit Hilfe des des Gefrierverfahrens beherrscht werden.

Aus wirtschaftlichen Gründen musste 1931 die Zeche stillgelegt werden. Das Grubenfeld und die Schächte wurden danach von Fürst Leopold übernommen.

 

 

Luftbild_Fuerst_LeopoldFürst Leopold

1910 begannen die Abteufarbeiten für die Schächte 1 und 2 von Fürst Leopold. Kohle wurde ab 1913 gefördert. Am 01. April 1998 entstand aus den beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold das neue Bergwerk Lippe. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005.

 

 

 

 

Zeche_WulfenWulfen

1957 erfolgten die ersten Arbeiten zur Abteufung der beiden Schächte der neuen Zeche Wulfen. Die Endteufen wurden 1962 erreicht. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.

Für die Ansiedlung der erforderlichen Belegschaft und der Beschäftigten der mit dem Bergbau verbundenen Betriebe war die ”Neue Stadt Wulfen” vorgesehen. Ursprünglich für 60.000 Menschen geplant, hat Wulfen-Barkenberg heute 10.000 Einwohner.